Sieger des nichtoffenen städtebaulichen Realisierungswettbewerbs für die Ortserweiterung Kirchheim b. München (Entwurf 1007 der Planungsgemeinschaft Zwischenräume, München)

 

Aus dem Protokoll der Preisgerichtssitzung

Bestimmendes Element des Entwurfs ist ein in seiner Breite maßstäblich dimensioniertes grünes Band, das über die St 2082 nach Norden reicht und damit als Bindeglied zwischen Heimstetten und Kirchheim dienen soll, sowie die grüne Mitte des Plangebietes bildet. Eingebettet liegen am Nordrand – Kirchheim zugewandt - das neue Rathaus mit Bürgersaal und die Bücherei. Im Süden bildet die geplante Mehrfachturnhalle in baulicher Engstellung mit dem bestehenden Gymnasium den Abschluss der Heimstettener Straße. Eine Fahrverbindung nach Süden ist nur für Busse vorgesehen.

 

Beidseits des grünen Bandes sind vier Quartiere angeordnet, die jeweils für sich in einer ausgewogenen Mischung Wohnformen für alle Lebensphasen und Wohnbedürfnisse vorsehen. Die Quartiere sind jeweils durch grüne Fugen voneinander abgesetzt, die quartiersbezogene Naherholungs- und Spielräume bilden können. Abwechslungsreich und aufeinander funktional und gestalterisch abgestimmt sind Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser in unterschiedlichen Bauformen mit den vom Auslober gewünschten Mengenanteilen vorgesehen.

 

Die als baulicher Abschluss nach Westen vorgesehene gewerbliche Bebauung erscheint nicht zwingend, da sie zusätzliche Verkehrsbelastung - auch für die bestehenden Wohnquartiere - bringt und den sofortigen Ausbau des „Kirchheimer Eies“ zur Voraussetzung hat. Im Übrigen kann eine nennenswerte Schallschutzfunktion durch die Gewerbebebauung angesichts des Abstands zur Lärmquelle des Autobahnrings A99 nicht angenommen werden.

 

Besonders hervorzuheben und zu würdigen ist die vorgeschlagene Anordnung des ersten Bauabschnittes mit betreutem Wohnen und Generationenwohnen in unmittelbarer Nähe zum Collegium 2000 und zu den öffentlichen Einrichtungen. Damit kann in einem ersten Schritt seniorengerechtes und betreutes Wohnen für Gemeindebürger angeboten werden, die ihre „zu groß gewordenen“ Einfamilienhäuser aufgeben wollen ohne die Gemeinde und das vertraute Wohnumfeld verlassen zu müssen. In einem zweiten Schritt können damit diese Häuser jungen Familien angeboten werden.

Insgesamt überschreitet die robuste Grundstruktur mit vergleichsweise hoher Dichte die geforderte Einwohnerzahl um etwa 25%. Eine Umsetzung der Planung in den vorgeschlagenen Bauabschnitten ebenso wie eine ggf. gewünschte Reduzierung der Bruttogeschossfläche auf den in der Auslobung genannten Wert erscheint problemlos möglich.

 Das Potenzial zur Nahwärmenutzung ist grundsätzlich gut. Dies ist bedingt zum einen durch den hohen Anteil an Mehrfamilienhäusern und zum anderen durch den verdichteten Familienhausbau. Die Zeilenbebauung bietet die Möglichkeit der verlustarmen Durchführung von Anschlussleitungen des Nahwärmenetzes.

Die Erschließung baut auf die bestehende Netzstruktur auf und ergänzt das Netz durch verbindende Erschließungsstraßen und Quartiersstraßen, die die Erschließung der neuen Quartiere sicherstellen. Anbindungsmöglichkeiten der Quartiere bei Realisierung einer Osttangente sind im geplanten Erschließungsnetz berücksichtigt.

 Geltungsbereich der städtbaulichen Entwicklungsmaßnahme

 

Bearbeitungsstand:  26.03.2012

 

Anlage 2 zur Niederschrift über die Sitzung des Gemeinderats vom 26.03.2012

 Gemeinde Kirchheim b. München

 Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme gemäß § 165 ff. BauGB

Folgende in der Gemarkung Kirchheim liegende Grundstücke befinden sich ganz oder teilweise im Umgriff der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme :

 FI.Nr.

116/2, 117/5, 118/140,119,121, 122, 123, 123/2,123/3,123/4, 123/5, 123/13,

123/14, 123/15, 123/16, 123/17, 125, 125/2, 125/3, 125/8, 125/9, 125/10, 126, 127,

127/2, 128, 128/3, 129, 129/2, 129/3, 130, 130/2, 131, 131/2, 131/3, 131/4, 131/5,

131/8, 131/9, 132, 132/5, 132/6, 133, 134, 135, 136, 136/2, 137, 138, 138/1' 138/2,

138/3,139/73,139/84,140/2,140/3,140/4    , 140/91,141/114,141/116,141/117,

141/120, 142, 142/4, 148/1, 148/2, 148/6, 148/9, 155/2, 156, 156/1' 156/2, 156/3,

156/4, 156/5, 156/7, 157, 158, 159, 160, 161,161/2, 165, 171, 171/2, 172, 172/1,

173/1, 1024, 1034, 1037, 1037/1, 1037/5, 1037/7, 1037/8, 1038, 1040, 1041, 1042,

1043, 1043/2, 1043/3, 1044, 1044/1, 1044/3, 1044/4, 1044/5, 1045, 1046/1,

1046/182, 1055, 1055/5

Folgende in der Gemarkung Heimstetten liegende Grundstücke  befinden sich ganz oder teilweise im Umgriff der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme:

 FI.Nr.

89/3,89/18,91,91/1 , 91/2,92,93,93/30,93/37,93/90,93/107,93/108,93/111  ,

93/112,93/113,93/114,94,96,96/5,103,111/40,112/8,112/9,112/17  , 112/18,

113/67,113/68,113/69,113/70,113/72,113/73,113/76,113/77 ,113/130,113/132,

114, 115, 115/23, 115/24, 115/25, 115/26, 115/27, 115/28, 115/29, 115/30, 116,

116/17, 117

 Für folgende in der Gemarkung Kirchheim liegende Grundstücke hat das Vermessungsamt München neue Flurnummern vergeben:

1038, 1043, 1043/2, 1044, 1044/4, 1044/5

 

neue Bezeichnungen:

1038, 1038/1' 1043, 1043/2, 1043/4, 1043/5, 1044, 1044/4, 1044/5, 1044/6, 1044/7

 

Quelle: www.kirchheim-heimstetten.de/rathaus online/Bauamtinformationen

 

 

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